Stiftung Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Stiftungszweck
Die Stiftung widmet sich der Förderung von Kunst und Kultur. Dieser Zweck wird durch die Trägerschaft und gezielte Unterstützung des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn verwirklicht.
Kurzbeschreibung

"Frische Ideen und neue Motivation für das Württembergische Kammerorchester Heilbronn" - der Leitgedanke der am 3. Februar 2012 gegründeten Stiftung Württembergisches Kammerorchester Heilbronn verdeutlicht die künftige Ausrichtung des Württembergischen Kammerorchesters. Im Fokus steht die nachhaltige Weiterentwicklung in der Region, auf dem nationalen und internationalen Markt.
21 Unternehmen und Privatleute der Region haben die Stiftung gegründet, die jetzt Träger des Orchesters ist. Organe der Stiftung sind der Stiftungsrat und der Stiftungsvorstand. Stiftungsratsvorsitzender ist Prof. Dr. Tomás Bayón, Prorektor der DHBW Heilbronn und Dekan der dortigen Fakultät Wirtschaft. Der Stiftungsrat setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Heilbronns Bürgermeisterin Agnes Christner, 1. Vorsitzender des WKO Orchesterverein e. V. Prof. Dr. Lutz Hesse, geschäftsführende Gesellschafterin der Hofmann Fördertechnik GmbH Britta Hofmann, Gerda Schmauser und Vorsitzende des Orchestervorstands Marlise Riniker. Den Stiftungsvorstand hält die geschäftsführende Intendantin des WKO Heilbronn Katrin Kirsch inne.
Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn
Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn (WKO) gilt als eine der bedeutendsten Kammerformationen Deutschlands und verbindet exemplarisch regionale Verankerung mit internationaler Strahlkraft. 1960 von Professor Jörg Faerber gegründet, entwickelte es sich rasch zu einem Ensemble von hoher künstlerischer Eigenständigkeit und technischer Kompetenz. Unter der Leitung von Dirigenten wie Ruben Gazarian, Case Scaglione und seit 2024 Risto Joost hat das Orchester seine ästhetische Bandbreite stetig erweitert und sich als stilkritischer Interpret sowohl klassischer als auch zeitgenössischer Werke profiliert.
Charakteristisch für das WKO ist die Verbindung von kammermusikalischer Transparenz und orchestraler Klangfülle, die ihm eine besondere stilistische Flexibilität verleiht. Regelmäßige Kooperationen mit international renommierten Solist:innen sowie Gastspiele in bedeutenden Konzertsälen - etwa im Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg und der Tonhalle Düsseldorf - unterstreichen seinen Rang in der europäischen Musiklandschaft. Auf der Liste internationaler Gastsolist:innen finden sich die Namen von Julia Fischer, Gautier Capuçon, Sabine Meyer, Frank Peter Zimmermann, Johannes Moser, Maximilian Hornung, Sharon Kam, Daniel Müller-Schott, Arabella Steinbacher, Emmanuel Tjeknavorian u.v.m. Eine ganz besondere künstlerische Beziehung verband Orchestergründer Jörg Faerber mit der jungen Anne-Sophie Mutter, die rund 150 gemeinsame Konzerte mit dem WKO gespielt hat. Auch Künstlerlegenden wie Martha Argerich, Rudolf Buchbinder oder der Trompeter Maurice André wurden vom WKO in ihre Weltkarrieren begleitet. Die enge Verbindung zu herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der jüngeren Generation spiegelt sich in den Kooperationen »Artistic Partner« und »Young Artist in Focus« wider, die derzeit mit Frank Dupree und Hans Christian Aavik bestehen.
Mit einem breiten Spektrum musikpädagogischer Initiativen, die unter dem Label »Für junge Ohren« laufen, erfüllt das WKO nicht nur eine repräsentative, sondern auch eine kulturell bildende Funktion. Es steht beispielhaft für die Synthese von künstlerischer Tradition, zeitgenössischer Relevanz und gesellschaftlicher Verantwortung und fungiert damit als musikalischer Botschafter der Stadt Heilbronn und des Landes Baden-Württemberg. Darüber hinaus tritt das WKO in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Heilbronn mit einer Kammermusikreihe in Erscheinung, die seit 35 Jahren und beinahe 300 Konzerten von den Orchestermitgliedern selbst gestaltet wird. Abgerundet wird das Portfolio des WKO durch eine beachtliche Zahl von CD-Aufnahmen, zahlreiche davon preisgekrönt. So erhielten beispielsweise Frank Dupree und das WKO für die CD-Einspielung des 4. Klavierkonzertes von Nikolai Kapustin 2022 den International Classical Music Award (ICMA) oder Dominik Wagner den OPUS Klassik für die gemeinsame Aufnahme von Bottesinis Werken unter dem Titel »Revolution of Bass«. Die 2025 beim Label Schweizer Fonogramm erschienene CD mit Werken von Frank Martin erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik. (Stand 03/2026)
Stiftungsvorstand
Katrin Kirsch, Geschäftsführende Intendantin
Stiftungsrat
Prof. Dr. Tomás Bayón, Vorsitzender der Stiftungsrats
Bürgermeisterin Agnes Christner
Prof. Dr. Lutz Hesse, 1. Vorsitzender des WKO Orchesterverein e. V.
Britta Hofmann, Geschäftsführende Gesellschafterin der Hofmann Fördertechnik GmbH
Marlise Riniker, Vorsitzende des Orchestervorstands
Gerda Schmauser
